Rauchen

Sucht ohne Ausweg?

"Rauchen ist ein Stück Lebensgenuss" sagen die meisten Raucher. Aber wenn starke Raucher ehrlich zu sich selbst sind, stellen sie fest, dass sie höchstens zehn Prozent aller Zigaretten genießen können. Der Rest der Zigaretten wird aus Abhängigkeit geraucht. Je nach Inhalationstiefe wirkt die Zigarette entspannend oder anregend. Viele Raucher haben auch schon einige Entzugsversuche hinter sich gebracht, aber dennoch konnten sie irgendwann dem Reiz einer Zigarette nicht widerstehen und wurden rückfällig.

Warum ist es so schwer, von der Zigarette los­zukommen? Nikotin macht zwar körperlich und psychisch abhängig, aber die körperliche Abhängigkeit ist nach kurzer Zeit überwunden. Die Rauchentwöhnung scheitert in den meisten Fällen an der psychischen Abhängigkeit. Die Gewohnheit, in bestimmten Situationen zu rauchen, ist zudem eine große Hürde. Es gibt allerdings Tricks, die Ihnen den Entzug leicht machen.

Tipps zur Raucherentwöhnung

Grundvoraussetzung sind Wille und fester Entschluss, nicht mehr zu rauchen.

Schreiben Sie sich die persönlichen Vorteile, die Sie daraus gewinnen, auf einen Zettel. Jeder Mensch hat andere Schwerpunkte. Führen Sie ein "Rauchertagebuch" und notieren Sie jede Zigarette, die Sie rauchen. Schreiben Sie sich auf, welche Zigaretten Sie genießen konnten, welche Sie unbedingt rauchen mussten, und welche Sie "automatisch" geraucht haben. Werten Sie Ihr Tagebuch abends aus: In welchen Situationen rauche ich? Wann ist es besonders wichtig? Warum rauche ich? Was gibt mir das Rau­chen? Es ist äußerst wichtig, zu wissen, warum man raucht. Meistens sind es mehrere Gründe: Unsicherheit, Zeitschinden bei Problem­lösungen, Grund zur Pause, Nervosität, Langeweile, Frust, Entspannung. Ordnen Sie Ihren persönlichen Gründen Prioritäten zu, und gehen Sie nun die Punkte durch mit der Überlegung: Wie könnte ich ohne Zigarette diesen Zustand erreichen? Nervosität können Sie beispielsweise durch Sport oder Entspannungsübungen entgegenwirken, Frust durch Gespräche mit Freunden, Langeweile durch Ablenkung (Kinobesuche, Theater), u.s.w. Nach diesem Plan gehen Sie nun vor.

Unterstützend können Sie, das erleichtert vor allem den körperlichen Entzug, Nikotinpflaster oder -kaugummis in der Apotheke kaufen. Rauchentwöhnung ist mit einer Diät vergleichbar. Wenn Sie doch einmal schwach werden, nur nicht aufgeben. Lassen Sie keinen Frust aufkommen. Sie werden es schaffen! Manche Raucher hören von jetzt auf sofort auf, andere wiederum rauchen wochenlang hier und da noch eine Zigarette und haben es auch geschafft. Sie müssen nur die Frage: "Was bringt mir das Rauchen?" überzeugend mit "nichts" beantworten können. Ablenkung hilft
Es gibt besonders am Anfang immer wieder Momente, in denen die Lust auf eine Zigarette besonders groß ist.

Denken Sie in diesen Situationen nicht: "Ich darf nicht, sonst ist alles aus." Sagen Sie sich: "Ich bin ganz ruhig. Rauchen ist mir vollkommen gleich. Ob ich diese Zigarette rauche oder nicht, ist mir völlig egal. Und wenn ich sie rauche, werde ich feststellen, dass es mir nichts bringt." Kauen Sie ein Kaugummi, besonders geeignet sind in dieser Situation Nikotinkaugummis und lenken Sie sich für fünf weitere Minuten ab. Wenn Sie dennoch schwach werden, dann stehen Sie dazu. Schuldgefühle entwickeln Frust und Resignation; Sie könnten dann wieder in den Teufelskreis Ihrer alten Rauchgewohnheiten geraten. Sie werden es, selbst wenn Sie nicht sofort "clean" sind, trotzdem schaffen.

Quelle: E. Kirsch: Vorbeugen hält fit GOVI-Verlag GmbH

Neo-Angin
24 Lutschtabletten
0826616

5.20 Euro

>> weitere Angebote

Sie wohnen in
unserem Einzugs-
bereich und
möchten
gerne etwas
vorbestellen? Kein Problem - einfach das Formular ausfüllen.

Notdienst Windmühlen Film